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Fingeralphabete sind Kodes, die zusätzlich zur Gebärdensprache verwendet werden.
Sie sind im Gegensatz zu Gebärdensprachen künstliche Systeme, die von Alphabetschriften
gesprochener Sprachen abgeleitet sind. Das bedeutet, dass einem Buchstaben im Alphabet
ein manuelles Zeichen zugeordnet ist. Heute werden Fingeralphabete
meist zum Buchstabieren von Namen, Fach- und Fremdwörtern verwendet, für die keine Gebärde
bekannt ist.
Fingeralphabete gibt es viele. In Österreich wird vor allem das einhändige Internationale
Fingeralphabet benutzt, es gibt aber auch regional unterschiedliche Ausprägungen. Manche
Gehörlose verwenden auch das zweihändige Fingeralphabet, das viele noch aus der Schulzeit
kennen, andere setzten das Fingeralphabet überhaupt nicht ein.
Die erste bekannte Veröffentlichung des einhändigen Fingeralphabets stammt aus dem
Jahre 1620 durch Juan Pablo Bonet. Es wird jedoch angenommen, dass er dieses von
Pedro Ponce de Léon (1520-1584) übernommen hat.
Neben Fingeralphabeten für Gehörlose gibt es auch eines für Taubblinde. Es wurde von
Hieronymus Lorm (1821-1902) entwickelt und auch nach ihm benannt. Beim Lormalphabet,
das ein „Tastalphabet“ ist, werden Tastzeichen in die Innenfläche der Hand buchstabiert.
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